Fairness

CHARTA ZUR FAIRNESS DER SPIELELIGA

Fairness ist eigentlich eine Frage der Kultur. Unsere derzeitige Zivilisation verlangt aber, auch alles im zwischenmenschlichen Bereich festzuschreiben, sonst hält sich niemand daran. Jeder versucht die Grenzen der Fairness durch sein Handeln zu ergründen, denn wer mehr fordert und dem nicht widersprochen wird, hat Recht!

Wenn nicht explizit von den Spielregeln (und speziell für den Wettbewerb erstellten Turnierregeln) anders gefordert, gelten folgende Statements:

Jeder Spieler meldet sich schriftlich mit einem vollständig ausgefüllten Anmeldeformular an. Mit dieser Anmeldung akzeptiert der Spieler diese CHARTA und allfällige TURNIERREGELN. Wer mit CHARTA und TURNIERREGELN nicht einverstanden ist, darf sich nicht anmelden. Jeder Spieler spricht vor, während und nach dem Spiel nur höflich über seine Mitspieler und unterlässt polemische Kritik.

Jeder Spieler akzeptiert die Entscheidung der Schiedsrichter als Tatsachenentscheidungen. Diese Entscheidungen können für den betroffenen Spieler subjektiv und/oder objektiv oft auch falsch erscheinen.

Jeder Spieler verpflichtet sich, Beschwerden zu einem Turnier zuerst in 1. Instanz an den Ombudsmann der Spieleliga, Rudolf Ammer, Email: rudolf.ammer@spielen.at, zu richten. Erst nach der Bearbeitung durch den Ombudsmann darf der Spieler weitere Personen oder Instanzen in seine Beschwerde einbeziehen. Jeder Spieler, der sich nicht an dieses Verfahren hält, kann für die weiteren Turniere gesperrt werden.

Jeder Spieler stellt sich freiwillig den bei Sportveranstaltung in Österreich gültigen Doping-Bestimmungen (www.nada.at). Jeder alkoholisierte und/oder rauchende Spieler im Turnierbereich wird vom Turnier sofort ausgeschlossen.

Jeder Spieler spielt, um entsprechend den Spielregeln zu gewinnen. Er spielt das laufende Spiel zu Ende, auch wenn er keine Chance mehr sieht, es zu gewinnen. Auch das absichtliche Nicht-mehr-Teilnehmen am Spielgeschehen, z.B. durch sinnlose Handlungen oder Passen, ist nicht erlaubt.

Jeder Spieler ist zur Einhaltung des vorgegeben Zeitrahmens für seinen Zug verpflichtet, auch wenn noch keine Kontrolle der Einhaltung erfolgt. Wenn eine Zeitvorgabe gesetzt wird, muss diese eingehalten werden. Zügiges Spielen ist selbstverständlich.

Jeder Spieler verpflichtet sich, die Spielregeln einzuhalten und seinen Mitspielern nur Auskünfte zu den Spielregeln zu geben, die er auch wirklich kennt. Keine Verwirrung der Mitspieler durch falsche Spielregelerklärungen.

Jeder Spieler ist verpflichtet, seinen unrichtigen Zug – im Moment des Erkennens – sofort zu melden und entsprechend den dafür vorgesehenen Regeln zu korrigieren.

Kein Spieler darf als Königsmacher auftreten und durch seine Spielzüge einen anderen Spieler bevorzugen und so absichtlich zum Gewinner machen. Kein Spieler darf nur mitspielen, damit ein anderer Spieler – befreundet oder unbekannt – gewinnt.

Kein Spieler darf mit anderen Mitspielern ein Team bilden und so den anderen Mitspielern die faire Gewinnchance nehmen. Dies gilt sowohl für ein Spiel als auch über eine Serie von Spielen z.B. eines Wettbewerbes hinweg.

Alle Transaktionen zwischen Spielern, wie Verkäufe, Tauschgeschäfte, Schenkungen, Versteigerungen, etc., die entsprechend den Spielregeln erlaubt sind, dürfen nur dann durchgeführt werden, wenn den obigen Statements nicht widersprochen wird.

Jeder Spieler behandelt das Spielmaterial schonend, damit keine (absichtlichen oder unabsichtlichen) Markierungen am Spielmaterial entstehen und somit auch kein unerlaubtes Wiedererkennen (falsch spielen) möglich ist. Markiertes Material muss – im Moment des Erkennens – sofort gemeldet und ersetzt werden.

Kein Spieler darf (sichtbar oder geheim) das entsprechend den Spielregeln vorhandene Spielmaterial verändern und somit das Gleichgewicht des Spieles stören. Er darf weder Spielmaterial hinzufügen noch entfernen. Unrichtiges Spielmaterial muss – im Moment des Erkennens – sofort gemeldet und korrigiert werden.

Diese „Charta zur Fairness der Spieleliga“ gilt als Referenz für alle Aktivitäten der Stiftung „Spielen in Österreich“. Diese Fassung ist gültig seit 16. Februar 2013